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Grundlage der Inhalte

Alle Angaben folgen den deutschen Fachempfehlungen: Netzwerk Gesund ins Leben, S3-Leitlinie Allergieprävention, Bundesinstitut für Risikobewertung und Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Jede fachliche Kernaussage ist auf der jeweiligen Seite mit ihrer Quelle verlinkt.

Kein Ersatz für ärztliche Beratung.

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Bohnen (weiße, Kidney & Co.), Platzhalterbild

Hülsenfrüchte · ab Beikoststart

Bohnen (weiße, Kidney & Co.)

Weiße Bohnen, Kidneybohnen & Co. sind gute pflanzliche Eisen- und Proteinquellen, wichtig für vegetarische Familien. Getrocknete Bohnen vor dem Kochen einweichen und sehr weich garen: Roh oder halbgar enthalten sie Lektine wie Phasin, die erst durch vollständiges Kochen unschädlich werden. Im 1. Lebensjahr immer zerdrücken oder pürieren, Dosenware gut abspülen; ganze, feste Bohnen sind tabu.

Die Auswahl steht in der Adresse als ?stufe=9-11 und ist teilbar.

3 von 3 · hochVerschluckungsrisiko hoch, Stufe 3 von 3

Getrocknete Bohnen nie roh oder nur eingeweicht anbieten: Lektine wie Phasin werden erst durch vollständiges, ausreichend langes Kochen unschädlich, sanftes Dünsten reicht nicht aus.

Ganze, feste Bohnen sind im 1. Lebensjahr wegen der Verschluckungsgefahr tabu, immer zerdrücken oder pürieren. Ohne Salz zubereiten. Anfangs nur kleine Mengen anbieten, da Hülsenfrüchte blähend wirken können.

Ganze, nur abgetropfte Bohnen (z. B. aus der Dose, alltagstypisch direkt als Beilage gereicht) sind rundlich-fest und können als Ganzes verschluckt werden. Getrocknete Bohnen deshalb immer einweichen und sehr weich kochen, bis sie sich mühelos zerdrücken lassen, und im 1. Lebensjahr grundsätzlich zerdrücken oder pürieren: ganze, feste Bohnen sind tabu. Roh oder halbgar dürfen sie zusätzlich nie angeboten werden, siehe safetyNote.

Sicherheitshinweis für 6–8 Monate

So servierst du Bohnen (weiße, Kidney & Co.) mit 6 bis 8 Monaten

Getrocknete Bohnen (z. B. weiße Bohnen, Kidneybohnen) mindestens 5 Stunden einweichen, das Einweichwasser wegschütten und in frischem Wasser sehr weich kochen, bis sie sich mühelos zerdrücken lassen, dann pürieren oder fein zerdrücken, pur oder im Gemüsebrei. Das Mus kannst du mit etwas abgekochtem Wasser, Muttermilch oder Pre geschmeidig rühren. Dosen-Bohnen ohne Salzzusatz verwenden, gut abspülen und ebenfalls weich pürieren.

3 von 3 · hochVerschluckungsrisiko hoch, Stufe 3 von 3

Weiterhin sehr weich kochen und zerdrücken oder flach drücken statt ganz anbieten: Rohe oder unzureichend gegarte Bohnen enthalten Lektine wie Phasin.

Weiterhin ohne Salz zubereiten, Menge langsam steigern und Verträglichkeit beobachten. Aufrecht sitzend und beaufsichtigt essen.

Ganze, nur abgetropfte Bohnen (z. B. aus der Dose, alltagstypisch direkt als Beilage gereicht) sind rundlich-fest und können als Ganzes verschluckt werden. Getrocknete Bohnen deshalb immer einweichen und sehr weich kochen, bis sie sich mühelos zerdrücken lassen, und im 1. Lebensjahr grundsätzlich zerdrücken oder pürieren: ganze, feste Bohnen sind tabu. Roh oder halbgar dürfen sie zusätzlich nie angeboten werden, siehe safetyNote.

Sicherheitshinweis für 9–11 Monate

So servierst du Bohnen (weiße, Kidney & Co.) mit 9 bis 11 Monaten

Weich gekochte Bohnen grob zerdrückt als Beilage oder in kleinen, weichen Bohnenbällchen bzw. -puffern zum Selbstessen. Für den Zangengriff einzelne, sehr weich gekochte Bohnen mit der Gabel flach drücken, so verlieren sie die runde Form. Klappt der Zangengriff noch nicht, bleib beim Bohnenmus oder Püree. Dosenware vor dem Verarbeiten gut abspülen.

3 von 3 · hochVerschluckungsrisiko hoch, Stufe 3 von 3

Ganze, feste Bohnen (z. B. im Salat) bleiben ein Verschluckungsrisiko: für dein Kind weiterhin zerdrücken oder flach drücken und nur beaufsichtigt anbieten, bis es zuverlässig kleine Bissen nimmt, gründlich kaut und nicht stopft, meist ab etwa 4–5 Jahren.

Auch für Erwachsene gilt: Bohnen immer vollständig durchgaren, nie roh oder halbgar essen.

Ganze, nur abgetropfte Bohnen (z. B. aus der Dose, alltagstypisch direkt als Beilage gereicht) sind rundlich-fest und können als Ganzes verschluckt werden. Getrocknete Bohnen deshalb immer einweichen und sehr weich kochen, bis sie sich mühelos zerdrücken lassen, und im 1. Lebensjahr grundsätzlich zerdrücken oder pürieren: ganze, feste Bohnen sind tabu. Roh oder halbgar dürfen sie zusätzlich nie angeboten werden, siehe safetyNote.

Sicherheitshinweis für ab 12 Monaten

So servierst du Bohnen (weiße, Kidney & Co.) mit 12 Monaten und älter

In Familiengerichten wie Bohneneintopf, Chili oder Bohnensalat: die Kinderportion vor dem Salzen abzweigen und ganze Bohnen für dein Kind weiterhin gut zerdrücken oder flach drücken.

3 von 3 · hochVerschluckungsrisiko hoch, Stufe 3 von 3

Ganze, feste Bohnen bleiben ein Verschluckungsrisiko, bis dein Kind zuverlässig kleine Bissen nimmt, gründlich kaut und nicht stopft, meist ab etwa 4–5 Jahren: Hülsenfrüchte zählen zu den am häufigsten eingeatmeten Lebensmitteln.

Rohe und halbgare Bohnen bleiben für die ganze Familie tabu. Dein Kind isst aufrecht sitzend und beaufsichtigt, nicht im Herumlaufen oder Spielen.

Ganze, nur abgetropfte Bohnen (z. B. aus der Dose, alltagstypisch direkt als Beilage gereicht) sind rundlich-fest und können als Ganzes verschluckt werden. Getrocknete Bohnen deshalb immer einweichen und sehr weich kochen, bis sie sich mühelos zerdrücken lassen, und im 1. Lebensjahr grundsätzlich zerdrücken oder pürieren: ganze, feste Bohnen sind tabu. Roh oder halbgar dürfen sie zusätzlich nie angeboten werden, siehe safetyNote.

Sicherheitshinweis für ab 2 Jahren

So servierst du Bohnen (weiße, Kidney & Co.) mit 2 Jahren und älter

Am Zuschnitt ändert sich wenig: Bohnen sehr weich garen und für dein Kind zerdrücken oder flach drücken, auch im Salat und im Chili. Hülsenfrüchte kommen immer vollständig gegart auf den Teller, nie roh oder halbgar. Ab zwei Jahren darf die Kinderportion sparsam mitgesalzen werden, immer mit jodiertem Speisesalz, Schärfe erst nach dem Abzweigen.

Auf einen Blick

Ab wann
ab Beikoststart
Eisen
Eisen: mittelEisengehalt mittel, 2 von 3
Allergene
keine der 14
Nährstoffe
Eisen, Protein, Folat

Häufige Fragen

  • Ab wann dürfen Babys Bohnen essen?
  • Warum müssen Bohnen vor dem Verzehr gut durchgaren?
  • Warum muss das Einweichwasser weggeschüttet werden?
  • Darf ich meinem Baby ganze Bohnen geben?
  • Sind Dosenbohnen für mein Baby geeignet?
  • Was tun, wenn Bohnen mein Baby blähen?
  • Gilt das alles auch für grüne Bohnen?

Ab wann dürfen Babys Bohnen essen?

Getrocknete Bohnen wie weiße Bohnen oder Kidneybohnen dürfen ab dem Beikoststart angeboten werden, aber nur eingeweicht, sehr weich gekocht und danach zerdrückt oder püriert. Sie sind eine gute pflanzliche Eisen- und Proteinquelle, besonders für vegetarische Familien.

Warum müssen Bohnen vor dem Verzehr gut durchgaren?

Rohe oder halbgare Bohnen enthalten Lektine wie Phasin, die erst durch vollständiges, ausreichend langes Kochen unschädlich werden. Sanftes Dünsten reicht dafür nicht aus, deshalb immer einweichen und sehr weich kochen. Kinder sind bei einer Vergiftung durch rohe oder halbgare Bohnen wegen ihres geringen Körpergewichts besonders gefährdet.

Warum muss das Einweichwasser weggeschüttet werden?

Das BfR empfiehlt, getrocknete Hülsenfrüchte mindestens fünf Stunden einzuweichen, das Einweichwasser wegzuschütten und die Bohnen in frischem Wasser zu kochen. So wirst du einen Teil der unerwünschten Stoffe los, den Rest zerstört erst das vollständige Weichkochen.

Darf ich meinem Baby ganze Bohnen geben?

Im 1. Lebensjahr nicht: Ganze, feste Bohnen sind wegen der Verschluckungsgefahr tabu und müssen immer zerdrückt oder püriert werden. Ab dem Zangengriff-Alter kannst du einzelne, sehr weich gekochte Bohnen mit der Gabel flach drücken. Ganz und unzerdrückt klappen Bohnen meist erst ab etwa 4–5 Jahren, wenn dein Kind zuverlässig kaut und nicht stopft.

Sind Dosenbohnen für mein Baby geeignet?

Ja, Dosen-Bohnen ohne Salzzusatz können verwendet werden: gut abspülen und wie gekochte Bohnen weich pürieren oder zerdrücken. Dosenbohnen sind bereits vollständig durchgegart, du musst sie also nicht noch einmal lange kochen; kurz erwärmen reicht.

Was tun, wenn Bohnen mein Baby blähen?

Hülsenfrüchte können blähend wirken. Starte mit kleinen Mengen, steigere langsam und beobachte die Verträglichkeit. Gründliches Einweichen mit Wegschütten des Einweichwassers und sehr weiches Kochen machen Bohnen zusätzlich bekömmlicher.

Gilt das alles auch für grüne Bohnen?

Ja, auch grüne Bohnen enthalten roh Lektine wie Phasin und müssen immer vollständig gegart werden. Für die Zubereitung der Schoten als Fingerfood gelten eigene Regeln, mehr im Eintrag Grüne Bohnen.

Quellen

  • Beikoststart frühestens Beginn des 5. Monats, spätestens Beginn des 7. Monats Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
  • Beikost ohne Salzzusatz zubereiten Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
  • Harte, kleine Lebensmittelstücke können leicht eingeatmet werden und sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
  • Rohe Bohnen enthalten das Protein Phasin, ein Lektin, das schon in geringen Mengen die Gesundheit beeinträchtigen kann und nur durch ausreichend hohe Temperaturen zerstört wird; Lektine kommen auch in anderen Bohnenarten vor BfR – Bohnen: nur gegart genießen (Nr. 32/2021)
  • Sanfte Garmethoden wie leichtes Dünsten oder Dämpfen reichen bei Bohnen nicht aus, um sie unbedenklich zu machen – ausreichend gegart sind sie dagegen gut verträglich BfR – Bohnen: nur gegart genießen (Nr. 32/2021)
  • Kinder sind bei einer Vergiftung durch rohe oder unzureichend gegarte Bohnen aufgrund ihres geringen Körpergewichts besonders gefährdet BfR – Bohnen: nur gegart genießen (Nr. 32/2021)
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen liefern pflanzliches Eisen und Protein und sind besonders bei vegetarischer Beikost eine wichtige Nährstoffquelle DGE – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr
  • Getrocknete Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Kidneybohnen und Linsen mindestens fünf Stunden einweichen, das Einweichwasser wegschütten und in frischem Wasser kochen BfR – Krank durch Lektine in Pflanzenkost (Pressemitteilung 2024)

Kein Ersatz für ärztliche Beratung.

Passt dazu

  • LinsenVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3ab Beikoststart
  • KichererbsenVerschluckungsrisiko hoch, Stufe 3 von 3ab Beikoststart
  • ErbsenVerschluckungsrisiko hoch, Stufe 3 von 3ab Beikoststart
  • TofuVerschluckungsrisiko niedrig, Stufe 1 von 3ab Beikoststart
  • KartoffelVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3ab Beikoststart
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