
Gemüse · ab Beikoststart
Grünkohl
Grünkohl ist ein winterliches Kohlgemüse, das lange weich gegart wird. Die derbe Blattrippe immer entfernen, sie bleibt auch gekocht faserig. Grünkohl kann je nach Jahreszeit und Anbaugebiet hohe Nitratgehalte aufweisen. Für Spinat rät das BfR, ihn nicht wieder aufzuwärmen; wir übertragen das konservativ auch auf Grünkohl: frisch zubereiten, nicht warmhalten. Übliche Portionen sind unbedenklich.
Die Auswahl steht in der Adresse als ?stufe=9-11 und ist teilbar.
Immer die dicke Blattrippe entfernen: Sie bleibt auch gegart faserig und lässt sich schlecht durchkauen.
Weiche Blattstücke können anfangs am Gaumen haften und Würgen auslösen; das ist meist der normale Schutzreflex, mehr im Beikost-Wissen unter Würgen oder Verschlucken. Grünkohl kann je nach Jahreszeit und Anbaugebiet hohe Nitratgehalte aufweisen. Für Spinat rät das BfR, ihn nicht wieder aufzuwärmen; wir übertragen das konservativ auch auf Grünkohl als nitratreiches Gemüse: frisch zubereiten, nicht warmhalten. Fingerfood in Form von weich gegartem, fein gehacktem Grünkohl (z. B. in einem vollständig durchgegarten Gemüsepuffer) erst, wenn dein Baby mit Unterstützung stabil sitzt, und nur beaufsichtigt.
Grünkohlblätter werden traditionell lange weich gegart und lassen sich dann leicht zerdrücken. Die dicke, feste Blattrippe in der Mitte bleibt aber auch nach dem Garen faserig und schwer zu zerkauen; sie gehört deshalb vor dem Garen immer entfernt. Gegarte Blattstücke können sich außerdem an Zunge oder Gaumen anlegen: fein hacken und unter Brei oder andere weiche Speisen mischen, statt größere Blattstücke pur zu reichen. Ohne Rippe und gut durchgegart ist Grünkohl sicher, roh wird er Babys praktisch nie gereicht. Aufrecht sitzend und nur unter Aufsicht essen lassen.
Sicherheitshinweis für 6–8 Monate
So servierst du Grünkohl mit 6 bis 8 Monaten
Zum Beikoststart Blätter von der dicken Mittelrippe befreien, klein schneiden und lange weich kochen, bis sie sich mühelos zwischen zwei Fingern zerdrücken lassen: dann pürieren oder fein zerdrücken, pur oder im Gemüsebrei. Fein gehackte, weich gegarte Blättchen am besten unter Brei, Kartoffelstampf oder Getreidebrei mischen, dann kleben sie nicht am Gaumen.
Weiterhin die Blattrippe entfernen und lange weich garen.
Zügig frisch verbrauchen statt aufzuwärmen. Aufrecht sitzend und beaufsichtigt essen.
Grünkohlblätter werden traditionell lange weich gegart und lassen sich dann leicht zerdrücken. Die dicke, feste Blattrippe in der Mitte bleibt aber auch nach dem Garen faserig und schwer zu zerkauen; sie gehört deshalb vor dem Garen immer entfernt. Gegarte Blattstücke können sich außerdem an Zunge oder Gaumen anlegen: fein hacken und unter Brei oder andere weiche Speisen mischen, statt größere Blattstücke pur zu reichen. Ohne Rippe und gut durchgegart ist Grünkohl sicher, roh wird er Babys praktisch nie gereicht. Aufrecht sitzend und nur unter Aufsicht essen lassen.
Sicherheitshinweis für 9–11 Monate
So servierst du Grünkohl mit 9 bis 11 Monaten
Weiterhin von der Rippe befreiten, weich gegarten Grünkohl fein gehackt unter Kartoffel-, Getreide- oder Nudelgerichte mischen. Klappt der Zangengriff noch nicht, bleib bei Brei oder mische den gehackten Grünkohl weiter in weiche, löffelbare Gerichte.
Auch im Kleinkindalter gilt: Blattrippen entfernen und gut durchgaren.
Für Spinat rät das BfR, ihn nicht wieder aufzuwärmen; wir übertragen das konservativ auch auf Grünkohl als nitratreiches Gemüse: frisch zubereiten, nicht warmhalten, nicht wieder aufwärmen und Reste zügig kalt verbrauchen.
Grünkohlblätter werden traditionell lange weich gegart und lassen sich dann leicht zerdrücken. Die dicke, feste Blattrippe in der Mitte bleibt aber auch nach dem Garen faserig und schwer zu zerkauen; sie gehört deshalb vor dem Garen immer entfernt. Gegarte Blattstücke können sich außerdem an Zunge oder Gaumen anlegen: fein hacken und unter Brei oder andere weiche Speisen mischen, statt größere Blattstücke pur zu reichen. Ohne Rippe und gut durchgegart ist Grünkohl sicher, roh wird er Babys praktisch nie gereicht. Aufrecht sitzend und nur unter Aufsicht essen lassen.
Sicherheitshinweis für ab 12 Monaten
So servierst du Grünkohl mit 12 Monaten und älter
Aus der Familienküche mitessen: klassischer Grünkohleintopf oder als Gemüsebeilage. Den Grünkohl für dein Kind abnehmen, bevor gepökelte Wurst, Kassler oder Pinkel mitkochen, oder die Kinderportion aus einem Ansatz ohne Pökelware nehmen und salzarm würzen. Blattrippen weiterhin entfernen.
Auch im Kleinkindalter gilt: Blattrippen entfernen und gut durchgaren.
Für Spinat rät das BfR, ihn nicht wieder aufzuwärmen; wir übertragen das konservativ auch auf Grünkohl als nitratreiches Gemüse: frisch zubereiten, nicht warmhalten, nicht wieder aufwärmen und Reste zügig kalt verbrauchen.
Grünkohlblätter werden traditionell lange weich gegart und lassen sich dann leicht zerdrücken. Die dicke, feste Blattrippe in der Mitte bleibt aber auch nach dem Garen faserig und schwer zu zerkauen; sie gehört deshalb vor dem Garen immer entfernt. Gegarte Blattstücke können sich außerdem an Zunge oder Gaumen anlegen: fein hacken und unter Brei oder andere weiche Speisen mischen, statt größere Blattstücke pur zu reichen. Ohne Rippe und gut durchgegart ist Grünkohl sicher, roh wird er Babys praktisch nie gereicht. Aufrecht sitzend und nur unter Aufsicht essen lassen.
Sicherheitshinweis für ab 2 Jahren
So servierst du Grünkohl mit 2 Jahren und älter
Aus der Familienküche mitessen: klassischer Grünkohleintopf oder als Gemüsebeilage. Den Grünkohl für dein Kind abnehmen, bevor gepökelte Wurst, Kassler oder Pinkel mitkochen, oder die Kinderportion aus einem Ansatz ohne Pökelware nehmen und salzarm würzen. Blattrippen weiterhin entfernen.
Auf einen Blick
- Ab wann
- ab Beikoststart
- Eisen
- Eisengehalt niedrig, 1 von 3
- Allergene
- keine der 14
- Nährstoffe
- Vitamin C, Folat, Calcium
- Saison
- Oktober bis Februar
Häufige Fragen
Muss ich bei Grünkohl die Blattrippen entfernen?
Ja, unbedingt. Die dicke Mittelrippe bleibt auch nach dem Garen faserig und schwer zu zerkauen. Schneide sie vor dem Kochen heraus und verwende nur die Blätter. Das Entfernen von Stielen und Blattrippen senkt nebenbei auch den Nitratgehalt.
Warum sollte man Grünkohl nicht aufwärmen?
Grünkohl kann wie Spinat je nach Jahreszeit und Anbaugebiet hohe Nitratgehalte aufweisen. Für Spinat rät das BfR, ihn nicht wieder aufzuwärmen, weil Mikroorganismen die Nitrit-Bildung begünstigen können; wir übertragen das konservativ auch auf Grünkohl als nitratreiches Gemüse: frisch zubereiten, nicht warmhalten, nicht wieder aufwärmen und Reste zügig kalt verbrauchen.
Ab wann darf mein Baby Grünkohl essen?
Grundsätzlich ab Beikoststart, also frühestens mit Beginn des 5. Monats. Grünkohl immer lange weich garen, von der Blattrippe befreien und anfangs fein gehackt unter Brei oder andere weiche Speisen mischen.
Ist Grünkohl wegen Nitrat schlecht für mein Baby?
Nein. Grünkohl kann zwar je nach Jahreszeit und Anbaugebiet hohe Nitratgehalte aufweisen, aber die Vorteile einer gemüsereichen Ernährung überwiegen laut BfR mögliche Risiken; der Gemüseverzehr soll keinesfalls eingeschränkt werden. Wichtig: Blattrippen und Stiele entfernen, frisch zubereiten und nicht wieder aufwärmen.
Darf ich tiefgekühlten Grünkohl verwenden?
Ja. TK-Grünkohl ist meist schon geputzt, blanchiert und gehackt und damit praktisch für kleine Portionen. Genauso lange weich garen wie frischen Grünkohl, frisch zubereiten und nicht wieder aufwärmen.
Sind Grünkohlchips oder fertiger Rahm-Grünkohl für Babys geeignet?
Besser nicht im ersten Lebensjahr: Grünkohlchips und fertiger Dosen- oder Rahm-Grünkohl sind in der Regel gesalzen und gewürzt, und Beikost soll ohne Salzzusatz zubereitet werden. Für dein Baby Grünkohl frisch oder aus dem Tiefkühler ohne Zusätze zubereiten.
Mein Baby würgt an Grünkohlblättern, ist das normal?
Weiche, gegarte Blattstücke können sich an Zunge oder Gaumen anlegen; Würgen ist dabei anfangs häufig und meist der normale Schutzreflex, mehr im Beikost-Wissen unter Würgen oder Verschlucken. Hacke die Blätter fein und mische sie unter Brei oder andere weiche Speisen, dann passiert das deutlich seltener.
Quellen
- Beikoststart frühestens Beginn des 5. Monats, spätestens Beginn des 7. Monats Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
- Beikost ohne Salzzusatz zubereiten Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
- Harte, kleine Lebensmittelstücke können leicht eingeatmet werden und sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
- Verschiedene Gemüsesorten wie Blattsalate, Spinat, Weißkohl, Grünkohl, Rote Rüben, Radieschen und Rettich können je nach Jahreszeit und Anbaugebiet natürlicherweise hohe Gehalte an Nitrat aufweisen BfR – Nitrat in Rucola, Spinat und Salat (Stellungnahme Nr. 032/2009)
- Bei Säuglingen kann eine erhöhte Nitritaufnahme den Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen stören (Methämoglobinämie) BfR – Fragen und Antworten zu Nitrat und Nitrit in Lebensmitteln
- Die Vorteile einer gemüsereichen Ernährung überwiegen mögliche Risiken durch leicht erhöhte Nitrat- und Nitritgehalte – der Gemüseverzehr sollte keinesfalls eingeschränkt werden BfR – Fragen und Antworten zu Nitrat und Nitrit in Lebensmitteln
- Einmal zubereiteter Spinat soll nicht wieder aufgewärmt werden, weil Mikroorganismen in diesem nitratreichen Gemüse zu vermehrter Nitritbildung beitragen BfR – Fragen und Antworten zu Nitrat und Nitrit in Lebensmitteln
- Gezielte Zu-, Be- und Verarbeitungsprozesse: z. B. Entfernung von Stiel, Stängel, Blattrippen und äußeren Hüllblättern BfR – Fragen und Antworten zu Nitrat und Nitrit in Lebensmitteln
Kein Ersatz für ärztliche Beratung.
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